schon verpasst, oder nicht?

23.06.2018

Glasmusik mit Überraschung


19.30 h Elsa47

Glasinstrumente: Martin Hilmer, Orgel: Andreas Götz

Auf den Glasinstrumenten „Verrophon“ und „Glasharmonika“ erklingen Originalwerke für Glas, sowie Bearbeitungen u.a. von Mozart, Mendelsohn, Bach und Schnaubelt. 

Martin Hilmer studierte in Augsburg und war zuvor am Klavier Schüler von Prof. Maria Landes-Hindemith. Er konzertiert seit 1996 als Glasmusiker.
Zunächst spielte er als Mitglied der Sinfonia di Vetro mit anderen Glasmusikern. Später legte er neben Soloauftritten den Schwerpunkt auf das Zusammenspiel mit anderen Instrumenten.
Er spielt Konzerte mit Harfe, Orgel, Klavier, Orchester, Bajan oder Gesang.
Auf dem Verrophon, dem Gläserspiel (Glasharfe) und der original Glasharmonika interpretiert er Originalwerke und Bearbeitungen. Als Instrumentenbauer ist er auch beteiligt an der Entstehung seiner Instrumente.

Andreas Götz ist seit 1996 hauptamtlicher Kirchenmusiker der Kath. Stadtpfarrkirche St. Rupert in München. Seit 2009 setzt er sich in der Konzertreihe „Ascending Voices“ verstärkt für Werke zeitgenössischer Komponisten ein und komponierte selbst Orgel- und Vocalwerke. Zahlreiche Konzerte im In - und Ausland sind fester Bestandteil seiner künstlerischen Tätigkeit. 

 

Das Verrophon (von franz.: verre = Glas) besteht aus senkrecht angeordneten Glasröhren, die wie ein Gläserspiel an der Oberkante mit feuchten Fingern angespielt werden. Ein Verrophon stellt mit seiner überraschenden Klangstärke und seiner präzisen Tonansprache ein besseres Pendant zu modernen Orchesterinstrumenten dar, als die zart klingende historische Glasharmonika.
Verrophone werden auch bereits in vielen Bereichen der zeitgenössischen Musik eingesetzt. Durch die geringen Abstände der Röhren untereinander sind vielstimmige Akkorde spielbar.

Die Glasharmonika wurde 1761 von Benjamin Franklin erfunden und von ihm selbst "Armonika" genannt. Er wollte durch die Anordnung der Glasschalen auf einer horizontal rotierenden Achse das mehrstimmige Spiel erleichtern.
Bald gab es viele Virtuosen und Liebhaber. Zahlreiche Komponisten bezogen die Glasharmonika in mehreren Werken mit ein, so W.A.Mozart und seine Zeitgenossen.
Die Glasharmonika Martin Hilmers stellte Sascha Reckert mit freundlicher Unterstützung der Glashütte Eisch, Frauenau her. Das Gestell wurde konstruiert von Martin Hilmer, die Glasscheiben wurden in Zusammenarbeit mit Derix Glasstudio gestaltet und stammen aus der Glashütte Lamberts.

 


Zurück

[1]234 »